Für dieses Fahrzeug war es von größter Bedeutung eine gutaussehende Karosserie zu finden. Schließlich sollte das Auto mit dem Bootsanhänger und dem Boot ein passendes Ensemble ergeben. Zur Auswahl standen ein Range Rover von New Bright und ein Mercedes Benz AMG G55. Eine Umfrage unter meinen Freunden hat einen leichten Vorsprung für den Range Rover ergeben. Er ist zwar vielleicht nicht so teuer wie der Mercedes aber auf jeden Fall exotischer. Und das passt nun wieder ausgezeichnet zu einem Mahagoniboot. Außerdem konnte man den Mercedes in Deutschland nicht mehr erwerben. Nikko hatte den Vertrieb eingestellt.

In Dresden ist es mir gelungen, noch einem Range Rover von New Bright habhaft zu werden. Anscheinend ist auch der Vertrieb dieses Fahrzeugs eingestellt worden und es sind nur noch Restposten zu bekommen. Fünfzig Euro für ein funkferngesteuertes Spielzeugauto, von dem man nur die Hülle braucht, ist zwar nicht gerade wenig, aber ein schönes Boot verlangt auch nach einem schönen Zugfahrzeug.
Beim Bau des Fahrzeugs hatte ich gelegentlich das Gefühl, das New Bright bei der Konstruktion genau solch einen Umbau vorausgesehen hat und die Maße passend für ein Tamiya-CC01-Chassis gemacht hat. Die einzige Schwierigkeit für mich war, die Karosserie auf dem Chassis zu befestigen. Ich wollte auf jeden Fall vermeiden, Löcher zu bohren und dann die üblichen Karosseriehalter zu verwenden. Das perfekte Äußere sollte nicht durch schnöde technische Notwendigkeiten gestört werden. Letztendlich ist es mir gelungen, die Karosseriehalter von unten an der Karosserie zu befestigen. Jetzt ist zwar das auseinandernehmen ein wenig fummelig, aber das macht man ja auch nur, um den Akku zu wechseln, bzw. um das Fahrzeug zu reinigen. Damit kann ich also leben. Und der Anblick ist ungestört.

