Maxim · Bauschritt 03 / 05

Armaturenbrett

Laut Bauplan sollte die Classic ein Armaturenbrett bekommen, in dem auch die Instrumente zu sehen sind. Dazu sind auf dem Bauplan Instrumente abgedruckt, die man ausschneiden und hinter das Armaturenbrett kleben soll. Das ist schon eine feine Sache, reicht aber für meine Vorstellungen lange nicht aus. Die vorgefertigten Instrumente wollte ich nutzen, da mir das Neuerstellen viel zu aufwändig war. Anzeigen ohne Einfassung sehen aber ziemlich unschön aus. Also mussten Einfassungen für die Instrumente her. Zur Auswahl standen dabei mehrere Möglichkeiten.

1.Silbern anmalen,

2.mit Alufolie einen Rahmen nachbilden und

3.aus dünnem Alublech einen Ring herstellen.

In meinem Kopf schwirrten eine Reihe von Erweiterungen herum, die ich meinem Boot verpassen wollte. Viele davon sahen vor, Beschlagteile aus dünnem Alublech herzustellen. Aus diesem Grund habe ich mich für Variante 3 entschieden. Variante 2 wäre sicherlich auch nicht uninteressant gewesen. Ich wusste aber nicht, wie ich die Folie genau kreisförmig zurechtschneiden sollte. Außerdem hatte ich nur sehr dünne Folie im Haus, die unheimlich schwierig zu bearbeiten war. Das hätte wohl meine Geduld überstiegen. Aus diesem Grund habe ich diese Option verworfen.

Die Ringe auch Alublech herzustellen war einfacher als ich gedacht habe. Trotzdem war es wohl recht viel Aufwand für ein Detail, das man kaum sieht.

Bei der Herstellung bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zuerst habe ich mir aus 0,3 mm starken Alublech einen 3 mm breiten Streifen abgeschnitten, dessen Länge ungefähr dem Umfang eines Instrumentes entspricht. Diesen Streifen habe ich um einen Stift gewickelt und dann in den Instrumentenausschnitt auf dem Armaturenbrett eingepasst. Das Armaturenbrett hat ungefähr eine Stärke von 1 mm. Der Alustreifen steht also ca. 1,5 bis 2 mm über. Diesen Überstand habe ich nun mit vorsichtigen Hammerschlägen umgebörtelt. Dabei musste ich sehr vorsichtig sein, da ich auf jeden Fall vermeiden wollte, das Armaturenbrett zu beschädigen. Durch mehrere Schichten Lack war es zwar recht stabil geworden, aber man soll ja das Glück nicht zu sehr herausfordern.

Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass am unteren Rand der Einfassung ein dreicksförmiger Bereich fehlt. Dieser Bereich entsteht durch fehlendes Material. Das zu korrigieren war mir zu aufwändig. Außerdem muss ja noch Verbesserungspotenzial für weitere Modelle bleiben.

Eine meiner weiteren Vision beinhaltete dein Einbau von Scheinwerfern für Nachtfahrten. Konsequenterweise müssen dann natürlich auch die Instrumente beleuchtet werden.

Das zu realisieren war geradezu trivial. Ich habe einen kleinen Kasten aus Balsaholz hergestellt und ihn von innen mit Alufolie ausgeschlagen. In diesen Kasten habe ich ein Loch gebohrt und eine LED montiert. Jetzt musste ich nur noch den Spant, der das Armaturenbrett trägt durchbohren und schon konnte der Kasten hinter den Spant geklebt werden und das Armaturenbrett war beleuchtet. Et voilà.

Das fertige Armaturenbrett hat noch zwei Schalter und einen Hebel bekommen. Es hätte sonst so nackt ausgesehen.